ein riß durchzieht
den tag mangel hat
sich in den zellkern
eingeschrieben
alles nur kein schnee
mit einem wärmenden
chai in den händen
bei milchigem licht
nässe kriecht über rotbraune
farnrücken glühende blattkronen
auf köpfen dächern und
bäumen
ein riß durchzieht
den tag mangel hat
sich in den zellkern
eingeschrieben
alles nur kein schnee
mit einem wärmenden
chai in den händen
bei milchigem licht
nässe kriecht über rotbraune
farnrücken glühende blattkronen
auf köpfen dächern und
bäumen
befragen die hände voller welkender
rosenblätter
der wald rückt den häusern näher
märchen spiegeln sich in pfützen
an das weiß der birken angelehnt
eine ahnung bei kerzenschein von
der langsamkeit
briefe an mein selbst
verwischte vergangenheit
ungewisse zukunft
kühe die nummern tragen
fragen deren antworten
verborgen
den zustand der leere suchend
nur mit den fingerspitzen
den regentropfen folgend
treffen auf schuppige baum
reptilien mich im wald
auflösen grün ist der atem
sich zurück die schatten werden
länger ein letzter süßer duft vom
rainfarn
die maronenbraunen augen sind
geschlossen die kindheit winkt
uns zu
großmutters schürzentasche
prall gefüllt mit kastanien der
geruch von bratapfel in der
küchenhexe prasselt ein feuer
eine ewigkeit umspannen oder
sich anfühlen wie nicht abgenabelt
die dämmerung kommt früh an
den tagen ohne gesicht sie treiben
wie das laub im wasser vorbei
hinterlassen ein schales gefühl
etwas verloren vergessen zu haben
wir löschen das licht und liegen
noch lange wach
wo ist sie geblieben
sie verschwindet hinterm
mond hinter gefüllten
hundenäpfen struppigen
schwarzen fell
ihr lächeln verweht
das haar wiegt zu schwer
bruchstücke findend an
den stränden ihrer kind-
heit
den geschmack von unreifen
äpfeln zaghafte sonnenstrahlen
wärmen noch
starre auf strommasten
ein letztes aufatmen
des sommers
bleich gewordene zeit
abschied vom strandleben der
leichtigkeit flügelschlag