Die Sterne an Haken gehängt
Das Klappern von Getränkekisten
in schmalen frühen Gassen
Wo der Tag von neuen beginnt
Das Klappern von Getränkekisten
in schmalen frühen Gassen
Wo der Tag von neuen beginnt
unentdecktes unerschlossenes
mit weichen schritten federnden
gang die sonne wie ein brennglas
auf kalter haut schwarze löcher
auf landkarten brennt und unbeschriebene
körperregionen
aufgebrochene starre erdkruste
gebündelte kälte eiszeit rinnt
in bläulichen bächen aus
körpern heraus
schrittfolge mit der leichtigkeit
den glöckchen mit weißen
köpfchen
blassgelbe blüten an wintermüde
gesichter gepresst
kalte stunden ewigkeit
dem ende entgegen wehen
aufbruch träume wünsche
verschlossen in schweren
holztruhen wartend
wann das spiel der sonne
von neuen beginnt der
leichtigkeit wehender kleider
es war wie stolpern
es war wie verwüstung
alles ist plötzlich neu
das leuchten der bernsteine
im dunkeln atemwellen
umspülen schlafende
körper ohne gewicht
leerstellen aufgefüllt mit
weichen weißen flocken
wenn die weite näher rückt
das flüstern laut wird die
nächte lang die körper kalt
müde und hungrig die
hoffnung mit den schneeglöchen
beginnt
everything is made of snow
the white heart of winter
out of the window the
blackberry bush is covered
with snow
nature held in the ice hand
waiting for warmth
Ich streife meine Schneehäute
ab und erhebe mein Haupt
Irre durch fremde Wälder
mein weißes Tattoo brennt auf
meiner Haut
Im Cafe mit blau gestrichenen
Wänden verschwinden im Gemurmel
der Zeit
Stillgelegte Bahnhöfe bieten Raum
für Kultur an der Wand hängt eine
Uhr ohne Zeiger die Räume sind hoch
und weit irgendwo spielt ein Klavier
und unter dem Dach rattern Nähmaschinen
zuhause fühlend in weißer
leere erinnern an verblühte
sommer farbenmeere
blau gefrorene schmale
lippen flockentanz
körperbemalung eisblumen
mit leichtigkeit schweben sie
vorm fenster
aufatmen unter daunendecken