mit den blüten des
blauregens fallen die
tage zu boden welken
wie unsere hände sie
greifen ins leere greifen
das blau der unbefangenheit
den morgen auf der
haut das violett ist
verblasst geruchlos
mit den blüten des
blauregens fallen die
tage zu boden welken
wie unsere hände sie
greifen ins leere greifen
das blau der unbefangenheit
den morgen auf der
haut das violett ist
verblasst geruchlos
das haus hat blaue türen
es riecht nach maiglöckchen
unterm walnussbaum die
weißen hühner die zimmer
schweigen verschwörerisch
es fällt wenig licht herein
der holzbalkon ist morsch
die treppe knarrzt
in den zimmern ein sammel
surium aus jahrzehntten
papierkraniche fliegen
im windzug
wie ein kleinkind unterm
weißen gestirn auf der
suche nach dem mond
der vertrauten hand
kreistänze lachen ebbt ab
gestrandete hände
neben sanduhren
die schwarzen leeren
flecken bleiben im
gedächtnis dort wo einst
ein roter strom floss
zischelte richtung osten
verbeugte sich gen süden
gierig gab sie ihre haut preis
empfing das getöse des windes
mit weit geöffneten armen
balancierte auf dem seil der
freiheitsliebenden über den
abgrund der vergangenheit
Hinaus ziehen mit den Vögeln
über Rapsfelder zwischen den
rauen Wollmänteln fand ich
Verstecke ohne Worte mit
geschlossenen Augen angelehnt
an deine Brust dein flatterndes
Vogelherz wehte im grünen
Frühlingsband
In der Tiefe erblühen unsere
Herzen und wurzeln in den
erwachenden Wäldern
so ein abtasten mit den augen der
stimme eine suchbewegung abgleichen
ein tiefes spüren hinter und zwischen
dem gesagtem ein wiedererkennen
des kindlichen wesens
der wunsch nach nähe wahrer begegnung
und regentagen
spurensuche abdrücke vergangener zeiten
mit wackelzahn auf dem einrad im
schneegestöber
den sicherheitsabstand wahren dazwischen
blitzt eine kleine hand auf rote gummistiefel
plüschtiere fest an kleine körper gedrückt
kirschohrringe blumenkränze hexenbesen
fingerabdrücke hinterlassen im seelengrund
plastikblumen auf wellenbewegungen
der asphalt strahlt wärme ab
sprachmelodien gestrandete tage an land
angeschwemmtes strandgut vertäute
gefühle bunte plastikseile gebleicht porös
zerfranst treiben lassen so ohne ziel
bei leichtem wellengang mit dem spannugs-
gefühl wenn der getrocknete schlick ab bröselt