Als Kind habe ich einen Schmetterling verschluckt
er möchte frei fliegen
Stundenlang sitzt er auf meinem Finger
er hat kein Gewicht
Ich wandere durch den Garten und rufe nach ihm
Manchmal wachsen mir Flügel aus den Schulterblättern
er möchte frei fliegen
Stundenlang sitzt er auf meinem Finger
er hat kein Gewicht
Ich wandere durch den Garten und rufe nach ihm
Manchmal wachsen mir Flügel aus den Schulterblättern
Versprechen des Windes über mir
die Kiefern der Wald in sanftes Grün
getaucht
Der Morgen steigt auf die Spuren des
Gestern verwischt
wie der Frühling
Das Gefühl möchte wachsen in meiner
Brust zwischen schattigen Zweigen
im Sonnenblumenfeld
Darüber zieht es Kreise möchte sich erden
ankommen runter kommen
Ich habe es nicht eingeladen und ignoriere es
Es welkt in der Sonne
-
schon runzelig meine Finger fühlen Heimat
Ich trage die Jahreszeiten in meinen Taschen
Apfelblüten Gundermann Schneeflocken
Steinwesen Wiesenblumen
Unter meinen Füßen schwarze Erde
feuchte Wiesen am Morgen
Diese frisch erwachenden Tage voller
Unbeschwertheit
Kälte in den Knochen Erinnerungen
an Körperwarme Momente stillen
Abgeriebene Rinde Haut Gefühle
winden sich im zartem Frühlingsgrün
Tonblüten schmiegen sich in Hände
Fingernägel kratzen Baumrinde an den
Seelenrändern in der erwärmten feuchten
schwarzen Erde
Sie riecht nach Wachstum ihre Stille aushalten
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