im schwindenden licht die trauer
befragen die hände voller welkender
rosenblätter
der wald rückt den häusern näher
märchen spiegeln sich in pfützen
an das weiß der birken angelehnt
eine ahnung bei kerzenschein von
der langsamkeit
befragen die hände voller welkender
rosenblätter
der wald rückt den häusern näher
märchen spiegeln sich in pfützen
an das weiß der birken angelehnt
eine ahnung bei kerzenschein von
der langsamkeit
briefe an mein selbst
verwischte vergangenheit
ungewisse zukunft
kühe die nummern tragen
fragen deren antworten
verborgen
den zustand der leere suchend
nur mit den fingerspitzen
den regentropfen folgend
treffen auf schuppige baum
reptilien mich im wald
auflösen grün ist der atem
sich zurück die schatten werden
länger ein letzter süßer duft vom
rainfarn
die maronenbraunen augen sind
geschlossen die kindheit winkt
uns zu
großmutters schürzentasche
prall gefüllt mit kastanien der
geruch von bratapfel in der
küchenhexe prasselt ein feuer
eine ewigkeit umspannen oder
sich anfühlen wie nicht abgenabelt
die dämmerung kommt früh an
den tagen ohne gesicht sie treiben
wie das laub im wasser vorbei
hinterlassen ein schales gefühl
etwas verloren vergessen zu haben
wir löschen das licht und liegen
noch lange wach
wo ist sie geblieben
sie verschwindet hinterm
mond hinter gefüllten
hundenäpfen struppigen
schwarzen fell
ihr lächeln verweht
das haar wiegt zu schwer
bruchstücke findend an
den stränden ihrer kind-
heit
den geschmack von unreifen
äpfeln zaghafte sonnenstrahlen
wärmen noch
starre auf strommasten
ein letztes aufatmen
des sommers
bleich gewordene zeit
abschied vom strandleben der
leichtigkeit flügelschlag
suche in meinem gesichtszügen
nach antworten viel zu kurze nächte
auf dem weg nach hause
verschwinden in einem gemälde
aufgesogen hinein gezogen es
verkörpert wild romantische zeiten
urängste unter harschen schnee
eingefrorene schultern blicke
wir kennen uns solange ich
denken kann ein halbes leben
dein körper mein vertrauter
landeplatz in den kapriolen
beständig
du erfindest meinen namen
neu sprichst eine nie gekannte
sprache
deine herzschläge spielen
auf meinem rippenklavier
waldgrün und tief dein blick
deine lippen wellenrauschen
möchte tanzen im rotem
kleid über stoppelfelder
erspüren wie die lebendig-
keit sich zurück zieht
das milde licht zeichnet
alles weich
die tage ausschöpfen bis
zum grund dabei zusehen
wie auf deiner stirn neue
falten enstehen
den ausgetrockneten krater
der wünsche auf die zukunft
projizieren
vergessen das die zeit verglimmt
wie eine zigarette im dunkeln
anders sein das erkennen
beim blick in die pupillen
der katze die dir lange zu-
gehört hat und auf die
abgestoßenen schuhe
kleine vögel freiheit nisten
in deinen haaren
harzig und pupurfarbend
pulsiert dein blut
die träume die tage
klopft an türen
nah bei uns nimmt
schweigend mit
mit geblümter bluse
blau lackierte fingernägeln
dem sandfarbenden hund
geht sie richtung wald
sie dreht sich noch
einmal um und ich sehe
ihr gesicht
der sommer hält dem atem an
lautlos schleichen über
gepflügte äcker die stille
zieht ein zwischen die dunklen
erdbrocken
das licht vergoldeter sonnen
ergießt sich über die kargheit
verglühte asche körper verflüchtigen
sich stehen da mit leeren händen
September
Die Sonne steigt höher
und ich steige mit an
ihrer rechten Seite
Sammle die Sonnenscherben
und setzte sie im Winter wieder
neu zusammen trockcne Beifuß
und Salbei es duftet nach Äpfeln
und ich schaue durch den dunstigen
Morgen in die Weite
milch längst verheilt die
großen und kleinen wunden
das wiegen auf den schoß
geübt die kleinen täglichen
abschiede wenn das haus kurz
erstirbt kein windzug sich
regt
abgenutzte erinnerungen
abgelegte kleider zu kleine
schuhe milchzähne klappern
in holzdosen
jahre ausgelöscht als hätten
sie nicht existiert
zusammenhalt kein vertrautes
flüstern die köpfe zusammen
stecken unkontrolliertes los-
prusten geheimnisse teilen
körper zwischen schlaftrunken
und erwacht stimmen die
die frequenz der nacht imitieren
das dunkel erhellen
vorbei gefahren am leben
der anderen an wehender
wäsche im wind kaffeegeruch
fachwerkhäusern mit segensspruch
auf balken verwilderten belebtem
landschaften üppigen rosen und
sonnenblumenfeldern
wenigen qadratmetern am
fluss spiegelungen verzerrte
realität
still gehaltene zeit
in baumrinde geritzte
namen wir waren hier
auf weichen mooskissen
geflohen vor schimpf-
tiraden kauern dort im
kalten licht
blasen kaugummiblasen
das stolpern unserer
herzen sich beruhigt
kehren heim bei laternen-
licht die umrisse des
betonriesen weicher
zeit zu reifen auf den
feldern der vergänglichkeit
vergoldetes getreide einen
sommer lang ein augenzwinkern
die bitterkeit heraus spülen
mit dickem klebrigen gelben
sirup der den tisch verklebt
und die zunge schweigt
golden bricht das licht sich
in der sirupflasche
versprechen an luftigen
tagen zwischen den monaten
los gelassene hände dinge
momente
den salzigen geschmack
der freiheit auf der zunge
sein mit allem was ist
dem milchigem dunstigem
schleier dem unnahbarem
dem verletzlichem fremdem
dem wilden ursprung
sein mit allem dem eigenen
spiegelbild den feuchtem
waldboden den morgen
auf der haut dem wachstum
von pfirsichen
der asche vergangener tage
es riecht nach tier
und seewasser
die farbe grün
eingebrannt bis
die äpfel reifen
der süße trägheit
last an unaufgeräumten
tagen
gelände das spiel der blätter
im blick
im rücken gesichter gegen scheiben
gepresst
ausschau halten nach orientierung
markierung auf verlassenen pfaden
die niemand kennt
antworten suchen im aufblitzenden
blickkontakt stimmengewirr auf
fotos mit einer patina von Glück
verknotet unter samtenem tuch
erstickt hinter schweren vor-
hängen bei leichtem luftzug
ausgesperrt im sterilen raum
aufgeräumten herzen
tief wurzelt das herzblut im
erdreich und folgt seinen
eigenen geboten
stundenweise sommer einstürzende
mauern weit gespukte kirschkerne
rot inhalieren
versprechen der leichtigkeit auf
postkarten zaghaft aufgeblähte
segel unendlichkeit
glühende sommertage zwischen
buchenhecken
rosenblätter gepflückt von kinderhand
warmer schildkrötenpanzer schwarze
perlaugen aufgeschürfte knie
verbrannte haut blau verfärbte
finger juligeflüster
über den farnrücken hinweg
dein blick ins weite unsere
zehen graben wir in den nassen
waldboden auf baumstämmen
schaukeln
hören den lauten knall fallender
bäume halten den atem an
auf der lichtung ein sonnenbad
nehmend die stille kleidet uns
vollkommen aus wir riechen nach
kiefernharz auf dem heimweg
die ruhe der natur
die leere leinwand
ein erster pinselstrich
gold glühendes gras
felder
flirren von sonnen-
punkten bei geschlossenen
lidern
schwebende watteballon
wolken
verwaschene erinnerungen
ein sandkorn
die ins leere starrende
schlafaugen einer puppe
Schnee das vergessen weiß
kalt namenlos
wie es im schlaf tief sinkt
der kalte ostwind es mit sich
trägt aufgereihte schneemänner
gebaut von kindern mit glühenden
wangen sprache erkaltet
den Alltag zwischen den
Worten den Kostümen der
grellen Beleuchtung einfach
nur da sein mit dem Schmetterling
auf der Fingerspitze
Erdbeeren sind mehr eine
Erinnerung der Moment der alles
miteinander verbindet wie auf
einem Plakat auf den großen
Bühnen der Welt
Manchmal sitzen wir still in
unserem Lieblingscafe das
Notizbuch weit offen wartend
wartend auf die Kostbarkeit
des Augenblicks den Wasser-
tropfen der schillert wie ein
Juwel
die abgrümde des
blaus einer getriebenen
auf der suche nach einem
schwarzen fell dem geruch
des sommers dem wohligen
prickeln unter den fußsohlen
einem schiefen lächeln in
der menge der winkenden
hand
an die wand gepinnte collagen
des gesterns häuser mit geschichte
gesichter am nachmittag straff
geflochtene haare zahnloses
lächeln gut polierte schuhe
intensiver zimt geruch
weiße nelken erblühen
in lauen spanischen
nächten schwarze haare
straff zurück gekämmt
mit dem glanz vom fell der
rennpferde gallopieren vor und
zurück in Gedanken
vergessen das brennende
gefühl der fremdheit
gedämpfte stimmen
gebetskerzen flackern
im schutz schatten der
kapelle etwas verloren im
rausch des zimtgeruchs
unbeantwortete rufe gebete zwischen
verschwitzten laken tag und nacht
draußen nährende stille die straßen wie
ausgestorben nicht mal ein dösender hund
scharlachrote rosen betören peitschen ans
fenster ansonsten steht die welt eine weile
lang still
die nähte durchlässig
die bruchstelle aushalten
lernen die urgewalt des
sommers tragen auf der
haut der stirn im herzen
alt bekannt die schwere
längst verflossen unter
dem schützenden schirm
der hand in die weite
gleißende landschaft geblickt
sommerkörper changieren über
kamillefelder in schlängelnden
bewegungen dem himmel entgegen
mit den schwalben vergessen die
schwerkraft
sommer wogende gräser
der ruf der freiheit zwischen
mauern
frei wie am anfang frei wie
die unschuld frei wie wir uns noch
nie gefühlt haben auf dem langen
weg der suche so voller narben
die poren weit geöffnet ertrinken
im grün der wälder im schutz der
haut des schattens der illusion
der träume der unberührtheit der
brombeerblüten atmend diese
freiheit mit zerkratztem handrücken
Den inneren Kern vergraben unter
Apfelblüten schräge Saxophonklänge
übertönt vom Wellenrauschen
Versteck spielende Kinder Babys eng
am Körper getragen zufrieden murmelnd
Strandgutsammler die zerzauste Federn
weggespülte Worte geschliffenes Glas
und Flip Flops finden
Aufgereiht auf den Fäden der Zeit
wänden kleiderstangen voller kleidung meistens
aus wolle energeigeladene musik voller
lebensfreude erfüllt den raum mutter und
tochter sehen mich aus schrägen ozeanblauen
mangaaugen an silberschmuck und accessoirs sind
zu entdecken 2nd hand steht auf dem Schild
eine verbinndung aufbauen zu den dingen die
wir auf der haut tragen wie eine zweite
wolle wärmemd anschmiegsam haltbar
als würde uns ein fell wachssen
irgendwann habe ich aufgehört
die sommer zu zählen
der morgen in falten gelegt
hinterm fenster
den zopf der ahninnen weiter
geflochten mit schweren rotem
haar
unzählige sommer sind gespeichert
im blutplasma und den bleichen
knochen
steinobst leuchtend flaumig
rosen üppig pastell betörend
intensiv rot der gipfel ist erreicht
es hat sich noch nicht soviel
geändert unsere worte gehen
aneinander vorbei wie erdbeer
und lakritzgeschmack
der lebenspuls der mohnfarbend
zirkuliert über die haut streicht
das herz berührt sanft schwingt
zwischen dem alltäglichen asphalt
und geschäftigkeit
Tief wurzeln im Sommer
Geflochtene Gräser um
Körper geschlungen aus
Mohnblüten Farbe für das
Wintergrau
Klebrige schwere in Mulden
unter Eichen wo sonst die Rehe
schlummerten da gabst du mir
deine Hand
Meine Hand ganz winzig im
kalten salzigen Wasser die
Angst wie ein Vogel auf der Schulter
Glühende Sonne soweit das Auge
reicht verbrennt der Sehnsucht-
pochen rot rhythmisch die Brust
sich hebt und senkt
rharbarber ware toll wenn
es nicht regnet das satte
schläfrige gefühl lullt mich
ein das bienenlied und der
sanfte honigwind wiegen
mich
zwischen den atemzügen das
gestern die ewige sehnsucht
nach strand und meer tief
verankert
längst verklungen das ausgelassene
lachen der kirschmund schweigt
mit den blüten des
blauregens fallen die
tage zu boden welken
wie unsere hände sie
greifen ins leere greifen
das blau der unbefangenheit
den morgen auf der
haut das violett ist
verblasst geruchlos
das haus hat blaue türen
es riecht nach maiglöckchen
unterm walnussbaum die
weißen hühner die zimmer
schweigen verschwörerisch
es fällt wenig licht herein
der holzbalkon ist morsch
die treppe knarrzt
in den zimmern ein sammel
surium aus jahrzehntten
papierkraniche fliegen
im windzug
wie ein kleinkind unterm
weißen gestirn auf der
suche nach dem mond
der vertrauten hand
kreistänze lachen ebbt ab
gestrandete hände
neben sanduhren
die schwarzen leeren
flecken bleiben im
gedächtnis dort wo einst
ein roter strom floss
zischelte richtung osten
verbeugte sich gen süden
gierig gab sie ihre haut preis
empfing das getöse des windes
mit weit geöffneten armen
balancierte auf dem seil der
freiheitsliebenden über den
abgrund der vergangenheit
Hinaus ziehen mit den Vögeln
über Rapsfelder zwischen den
rauen Wollmänteln fand ich
Verstecke ohne Worte mit
geschlossenen Augen angelehnt
an deine Brust dein flatterndes
Vogelherz wehte im grünen
Frühlingsband
In der Tiefe erblühen unsere
Herzen und wurzeln in den
erwachenden Wäldern
so ein abtasten mit den augen der
stimme eine suchbewegung abgleichen
ein tiefes spüren hinter und zwischen
dem gesagtem ein wiedererkennen
des kindlichen wesens
der wunsch nach nähe wahrer begegnung
und regentagen
spurensuche abdrücke vergangener zeiten
mit wackelzahn auf dem einrad im
schneegestöber
den sicherheitsabstand wahren dazwischen
blitzt eine kleine hand auf rote gummistiefel
plüschtiere fest an kleine körper gedrückt
kirschohrringe blumenkränze hexenbesen
fingerabdrücke hinterlassen im seelengrund