silberhäutige wasseroberflächen
sommerkörper changieren über
kamillefelder in schlängelnden
bewegungen dem himmel entgegen
mit den schwalben vergessen die
schwerkraft
sommerkörper changieren über
kamillefelder in schlängelnden
bewegungen dem himmel entgegen
mit den schwalben vergessen die
schwerkraft
sommer wogende gräser
der ruf der freiheit zwischen
mauern
frei wie am anfang frei wie
die unschuld frei wie wir uns noch
nie gefühlt haben auf dem langen
weg der suche so voller narben
die poren weit geöffnet ertrinken
im grün der wälder im schutz der
haut des schattens der illusion
der träume der unberührtheit der
brombeerblüten atmend diese
freiheit mit zerkratztem handrücken
Den inneren Kern vergraben unter
Apfelblüten schräge Saxophonklänge
übertönt vom Wellenrauschen
Versteck spielende Kinder Babys eng
am Körper getragen zufrieden murmelnd
Strandgutsammler die zerzauste Federn
weggespülte Worte geschliffenes Glas
und Flip Flops finden
Aufgereiht auf den Fäden der Zeit
wänden kleiderstangen voller kleidung meistens
aus wolle energeigeladene musik voller
lebensfreude erfüllt den raum mutter und
tochter sehen mich aus schrägen ozeanblauen
mangaaugen an silberschmuck und accessoirs sind
zu entdecken 2nd hand steht auf dem Schild
eine verbinndung aufbauen zu den dingen die
wir auf der haut tragen wie eine zweite
wolle wärmemd anschmiegsam haltbar
als würde uns ein fell wachssen
irgendwann habe ich aufgehört
die sommer zu zählen
der morgen in falten gelegt
hinterm fenster
den zopf der ahninnen weiter
geflochten mit schweren rotem
haar
unzählige sommer sind gespeichert
im blutplasma und den bleichen
knochen
steinobst leuchtend flaumig
rosen üppig pastell betörend
intensiv rot der gipfel ist erreicht
es hat sich noch nicht soviel
geändert unsere worte gehen
aneinander vorbei wie erdbeer
und lakritzgeschmack
der lebenspuls der mohnfarbend
zirkuliert über die haut streicht
das herz berührt sanft schwingt
zwischen dem alltäglichen asphalt
und geschäftigkeit