eine kahle glühbirne zeichnet
harte umrisse in den morgen
in das noch unberührte warm
geschlafene voller möglichkeiten
hände greifen in leere manteltaschen
gesichter zum licht gedreht
tastend bricht der tag an
eine kahle glühbirne zeichnet
harte umrisse in den morgen
in das noch unberührte warm
geschlafene voller möglichkeiten
hände greifen in leere manteltaschen
gesichter zum licht gedreht
tastend bricht der tag an
ich steige in busse
die nicht ankommen
vorbei an cafes leuchtreklame
häuser fassaden alles
verschwimmt zu einem
neonstreifen streift mein
inneres
ich weiß nicht was ich spüre
drehe mich auf schnell
fahrenden karussells es
ist wie fliegen meine haare
peitschen mir ins gesicht
herbstblues
erinnerungen tropfen ins gewebe
auf bleiche knochen hallen in der
kalten nachtluft wieder
die erde aufgeweicht das land öde
und kahl winzige fenster werfen
goldene warme strahlen
draussen kürbisgesichter fledermäuse
nachtschwärmer süßes saures mumien
gespentische bewegungen ins nichts
zwischen hell erleuchteten häusern eine
kleine schar mit hungrigen augen
ich atme gänseschreie
wellenrauschen
auf schaumkronen schaukeln
ablehnung blut körper
eingehüllt in einen tröstlichen
mantel aus artemisia annua
im hintergrund tickt die uhr
anonymität des mondes
auf der haut tragend
ein sichelmond tätowiert
in stillen ecken auf langen
korridoren verloren
ein riß durchzieht
den tag mangel hat
sich in den zellkern
eingeschrieben
alles nur kein schnee
mit einem wärmenden
chai in den händen
bei milchigem licht
nässe kriecht über rotbraune
farnrücken glühende blattkronen
auf köpfen dächern und
bäumen
befragen die hände voller welkender
rosenblätter
der wald rückt den häusern näher
märchen spiegeln sich in pfützen
an das weiß der birken angelehnt
eine ahnung bei kerzenschein von
der langsamkeit