Dienstag, 7. Juli 2026

Erdbeeren

Theaterinszenierungen für

den Alltag zwischen den

Worten den Kostümen der 

grellen Beleuchtung einfach

nur da sein mit dem Schmetterling

auf der Fingerspitze

Erdbeeren sind mehr eine 

Erinnerung der Moment der alles 

miteinander verbindet wie auf

einem Plakat auf den großen

Bühnen der Welt

Manchmal sitzen wir still in

unserem Lieblingscafe das

Notizbuch weit offen wartend

wartend auf die Kostbarkeit 

des Augenblicks den Wasser-

tropfen der schillert wie ein

Juwel
 

Donnerstag, 2. Juli 2026

notizen vom tag


 

die abgrümde des

blaus einer getriebenen

auf der suche nach einem

schwarzen fell dem geruch

des sommers dem wohligen

prickeln unter den fußsohlen

einem schiefen lächeln in

der menge der winkenden

hand

an die wand gepinnte collagen

des gesterns häuser mit geschichte

gesichter am nachmittag straff

geflochtene haare zahnloses

lächeln gut polierte schuhe

Montag, 29. Juni 2026

nelken der nacht

 




intensiver zimt geruch

weiße nelken erblühen

in lauen spanischen 

nächten schwarze haare 

straff zurück gekämmt

mit dem glanz vom fell der

rennpferde gallopieren vor und

zurück in Gedanken

vergessen das brennende

gefühl der fremdheit

gedämpfte stimmen

gebetskerzen flackern 

im schutz schatten der

kapelle  etwas verloren im

rausch des zimtgeruchs






Sonntag, 28. Juni 2026

junihitze

 



unbeantwortete rufe gebete zwischen

verschwitzten laken tag und nacht

draußen nährende stille die straßen wie

ausgestorben nicht mal ein dösender hund

scharlachrote rosen betören peitschen ans

fenster ansonsten steht die welt eine weile

lang still 


Freitag, 26. Juni 2026

heartbeat

 





die nähte durchlässig

die bruchstelle aushalten

lernen die urgewalt des

sommers tragen auf der

haut der stirn im herzen

alt bekannt die schwere

längst verflossen unter

dem schützenden schirm

der hand in die weite

gleißende landschaft geblickt


Dienstag, 23. Juni 2026

sonnengebleichte tage


 silberhäutige wasseroberflächen

sommerkörper changieren über

kamillefelder in schlängelnden

bewegungen dem himmel entgegen

mit den schwalben vergessen die

schwerkraft

Freitag, 19. Juni 2026

grasnarben

 



sommer wogende gräser

der ruf der freiheit zwischen 

mauern 

frei wie am anfang frei wie

die unschuld frei wie wir uns noch 

nie gefühlt haben auf dem langen

weg der suche so voller narben

die poren weit geöffnet ertrinken

im grün der wälder im schutz der

haut des schattens der illusion

der träume der unberührtheit der

 brombeerblüten atmend diese 

freiheit mit zerkratztem handrücken