die träume die tage
klopft an türen
nah bei uns nimmt
schweigend mit
mit geblümter bluse
blau lackierte fingernägeln
dem sandfarbenden hund
geht sie richtung wald
sie dreht sich noch
einmal um und ich sehe
ihr gesicht
die träume die tage
klopft an türen
nah bei uns nimmt
schweigend mit
mit geblümter bluse
blau lackierte fingernägeln
dem sandfarbenden hund
geht sie richtung wald
sie dreht sich noch
einmal um und ich sehe
ihr gesicht
der sommer hält dem atem an
lautlos schleichen über
gepflügte äcker die stille
zieht ein zwischen die dunklen
erdbrocken
das licht vergoldeter sonnen
ergießt sich über die kargheit
verglühte asche körper verflüchtigen
sich stehen da mit leeren händen
September
Die Sonne steigt höher
und ich steige mit an
ihrer rechten Seite
Sammle die Sonnenscherben
und setzte sie im Winter wieder
neu zusammen trockcne Beifuß
und Salbei es duftet nach Äpfeln
und ich schaue durch den dunstigen
Morgen in die Weite
milch längst verheilt die
großen und kleinen wunden
das wiegen auf den schoß
geübt die kleinen täglichen
abschiede wenn das haus kurz
erstirbt kein windzug sich
regt
abgenutzte erinnerungen
abgelegte kleider zu kleine
schuhe milchzähne klappern
in holzdosen
jahre ausgelöscht als hätten
sie nicht existiert
zusammenhalt kein vertrautes
flüstern die köpfe zusammen
stecken unkontrolliertes los-
prusten geheimnisse teilen
körper zwischen schlaftrunken
und erwacht stimmen die
die frequenz der nacht imitieren
das dunkel erhellen
vorbei gefahren am leben
der anderen an wehender
wäsche im wind kaffeegeruch
fachwerkhäusern mit segensspruch
auf balken verwilderten belebtem
landschaften üppigen rosen und
sonnenblumenfeldern
wenigen qadratmetern am
fluss spiegelungen verzerrte
realität
still gehaltene zeit