verknotet unter samtenem tuch
erstickt hinter schweren vor-
hängen bei leichtem luftzug
ausgesperrt im sterilen raum
aufgeräumten herzen
tief wurzelt das herzblut im
erdreich und folgt seinen
eigenen geboten
verknotet unter samtenem tuch
erstickt hinter schweren vor-
hängen bei leichtem luftzug
ausgesperrt im sterilen raum
aufgeräumten herzen
tief wurzelt das herzblut im
erdreich und folgt seinen
eigenen geboten
stundenweise sommer einstürzende
mauern weit gespukte kirschkerne
rot inhalieren
versprechen der leichtigkeit auf
postkarten zaghaft aufgeblähte
segel unendlichkeit
glühende sommertage zwischen
buchenhecken
rosenblätter gepflückt von kinderhand
warmer schildkrötenpanzer schwarze
perlaugen aufgeschürfte knie
verbrannte haut blau verfärbte
finger juligeflüster
über den farnrücken hinweg
dein blick ins weite unsere
zehen graben wir in den nassen
waldboden auf baumstämmen
schaukeln
hören den lauten knall fallender
bäume halten den atem an
auf der lichtung ein sonnenbad
nehmend die stille kleidet uns
vollkommen aus wir riechen nach
kiefernharz auf dem heimweg
die ruhe der natur
die leere leinwand
ein erster pinselstrich
gold glühendes gras
felder
flirren von sonnen-
punkten bei geschlossenen
lidern
schwebende watteballon
wolken
verwaschene erinnerungen
ein sandkorn
die ins leere starrende
schlafaugen einer puppe
Schnee das vergessen weiß
kalt namenlos
wie es im schlaf tief sinkt
der kalte ostwind es mit sich
trägt aufgereihte schneemänner
gebaut von kindern mit glühenden
wangen sprache erkaltet
den Alltag zwischen den
Worten den Kostümen der
grellen Beleuchtung einfach
nur da sein mit dem Schmetterling
auf der Fingerspitze
Erdbeeren sind mehr eine
Erinnerung der Moment der alles
miteinander verbindet wie auf
einem Plakat auf den großen
Bühnen der Welt
Manchmal sitzen wir still in
unserem Lieblingscafe das
Notizbuch weit offen wartend
wartend auf die Kostbarkeit
des Augenblicks den Wasser-
tropfen der schillert wie ein
Juwel