mit Wildnis im Blick
Wildnis zwischen zwei Flügelschlägen
einem Anflug von gelb üppigen
Kirschblüten
Dem eigenen Spiegelbild entfliehen
Rahmenloses Sein unterm freien
Himmel
mit Wildnis im Blick
Wildnis zwischen zwei Flügelschlägen
einem Anflug von gelb üppigen
Kirschblüten
Dem eigenen Spiegelbild entfliehen
Rahmenloses Sein unterm freien
Himmel
wir drehen uns im kreis spüren
dem anfang und dem ende nach
tauchen durch tintenblaues wasser
fühlen das verschwinden und verblassen
betreten verschwundene räume
der süßliche geruch nach getrockneten urin
öffnen fenster weit zu blühenden gärten
sonnensplitter mit dem bloßen
auge eingefangen das farbspektrum
die wucht geschwindigkeit und fülle
der frühlingssinfonie tief inhalieren
einfangen bannen auf fotos diese
winzigen momente schönheit
überschwemmen unser sein
am abend dem himmel beim dunkeln
zusehen
Blüten Finger auf Lippen gepresst
Dem neuen Sommer entgegen
zwischen den Buchdeckeln trocknen
Veilchen
Ich bin wechselwarm liege
auf kalten Steinen verändere
meine Farbe
In den Furchen der Erde
die Tristesse der Tage
Orange auf feucht warmen Stränden
Grün im alltäglichen
Flammemdes Rot die Freude
Kleine und große Momente voller
Wellengang Salzgeschmack und
ausgelassenes Leben nach des
Winters Blässe
zurück bleiben gläserne momente
festgehalten im flachen atem die
fingerspitzen berühren magnolien
im weitergehen splittert grünes glas
zaghafte balance zwischen den tagen
dem frühling wärmenden decken dem
morgenkaffee
dieses stolpern im kopf aufgefangen
von deiner verlässlichkeit
umspült von mandelgeruch der cherry
plum blüten
wie eine offene wunde mit zärtlichkeit
berührt
fließen durch kaltes salziges gewässer
fließen von heute zu morgen von
gestern zu heute den kopf über wasser
mit orangen schwimmflügeln und salzwasser
brannte im mund hals und augen beine die
die bewegung übten