im gelben weiten raum presse
ich meine herzwand seltsam
berührt an die vergangenheit
zwischen den händen wachsen
wurzeln auf der suche nach
fruchtbarer erde
ich meine herzwand seltsam
berührt an die vergangenheit
zwischen den händen wachsen
wurzeln auf der suche nach
fruchtbarer erde
nach grönland reisen um zu vergessen
wellenrauschen bei tag und nacht
salzverkrustete wimpern
fluchtwege in ein anderes morgen
eingefroren weggepackt das gestern
erzählen während der Sommer sein
Gold verliert
Still halten wenn die Luft über den
Feldern flirrt
Unbemerkt die roten Schuhe im Staub
befreit von allem Ballast
Abends auf der Treppe vorm Haus bis
die feuchte Kühle des Augustabends ihre
Hand in meinem Nacken legt
diese aufruhr im inneren
getilgt durch die grün schattierung
doch des nachts schleicht sie
durch die schwärze ziellos
hautnah atmet sie in meiner
brust inhaliert die schwärze
und wankt ins sonnenlicht
honigsüße winde goldenes getreide
himmelblauer bus stockrosen vor den
häusern fenstern weit geöffnet
sommerbrise auf haut und haaren
freiheitsgeruch elbschlick und krebse
schmetterlingsflug zwischen den alten
weiden tief zur elbe gebeugt
wir halten die kerzen des
sommers ins gleisende licht
am abend sind sie verblüht
trocknen unterm kopfkissen
pressen sie an die zellwände
unvergesslich ihre schönheit
ihr duft wenn die tage wieder
kürzer werden