Stimmen sickern durch ein Netz
gewoben aus den Fäden der Zeit
Zeit im Fenster der kurzen Tage
Fenster mit Flügeln
Unter Wasser über Land in den
Wäldern abstreifen all dieses
Plätschern Säuseln und die Stimmen
Nur noch dem Wind lauschen
gewoben aus den Fäden der Zeit
Zeit im Fenster der kurzen Tage
Fenster mit Flügeln
Unter Wasser über Land in den
Wäldern abstreifen all dieses
Plätschern Säuseln und die Stimmen
Nur noch dem Wind lauschen
Belauscht den inneren Monolog
als die Walderdbeeren noch blühten
Im Rhythmus der wachsenden Ringe
Rituale des Überlebens kreieren
stützend stärkend stockend erinnernd
an die warme feuchte Erde
Die salzige Schwere des Augenblicks
auf der Zunge
Stimmungen einfangen das grelle
das eingeschlafene das alltägliche
Vergessen lernen jene Tage die sich
im gleichen Rhythmus aneinander reihen
die sich gleichen so ohne Ausblick
Es flimmern die Bildschirme die
Nudeln mit Tomatensoße dampfen
kringeln Bewegungen in den Raum
Dein Rosa mein Weiß
Im Schneegestöber verliert
sich unsere Spur
Damals wir waren noch klein
mit weit geöffneten Augen
tasteten wir uns durch die Tage
In der Dunkelheit hielten wir uns
an den Händen
am elbstrand
einfangen festhalten konservieren
den farbverlauf bestimmen oder
einfach fließen lassen
nuancen von magenta und königsblau
blühen an den rändern
die übergänge sanft verwischt
integrierte strahlenkränze
in harmonie mit dem grün und
dem blau den dicken süßen düften
dem spiel der wellen dem kommen
und gehen
die verbindung vom gestern zum
morgen spannt sich über das heute
weit zurück ein halbes Leben
wir aßen mit stäbchen im
meditationssitz curry und Melone
die sonne brannte die straßen glänzten
staubig müde gelaufen gefüllt mit
prickelndem leben trommelten wir bis
die nacht anbrach in den kühlenden Parks
auf graskissen träumten wir vom Frieden
nehmen vertrautes mit sich
hinter lassen viele unbeantwortete
fragen
ein entwurzeltes wanken
schreie die im inneren explodieren
flüstern gegen die zeit
in alten erinnerungen graben