Mittwoch, 30. Oktober 2024

Novembergesichter


 Es flackern die Wunderkerzen ein

funkeln und glühen des Blattgolds

Die Tristess aushalten lernen

Die Schwere der Vergangenheit tragen

Blicke aus müden Gesichtern ins Nichts

Die Gärten ruhen unter den Blättern

Manchmal küsst die vergoldete Sonne

die Gesichter

Dienstag, 29. Oktober 2024

am fluss


 die lichthäute spiegeln sich

körper fließen mit dem strom

kindheit treibt kräuselnd vorbei

lachen wird zum flussgemurmel

sonne verlöscht herzschläge

verbinden sich

füße bohren sich tief in den

feuchten sand

Donnerstag, 17. Oktober 2024

Notizen vom Tag

 






In meinem Kopf dröhnen

Kompressoren die Wälder

ausgedünnt

Bleich und tot die Stämme

am Wegesrand


Donnerstag, 10. Oktober 2024

Notizen vom Tag


Zuerst war es nur ein

kleines Ziehen zum Meer

hinaus

Die Hagebutten so schwarz

Weggespült im sanftem Wind

mit den Wellen

Heimat findend ankommen

 

Donnerstag, 3. Oktober 2024

Nachts




Nachts

Das Knistern der Haare

auf dem Kopfkissen

Die sanft rote Weckerbeleuchtung

Dein Ein und Ausatmen

Der Lichtstreifen den die

Züge in die Schwärze schneiden

Die Schwere das Sinken die

Wärme in ein endloses Nichts

Nakotisch











Montag, 9. September 2024

Rückzug


 Gestern noch den Sommer

so nah auf der Haut

Abgelegte Flügel das Sommerkleid

über  der Stuhllehne

In den Stofffalten die Wärme ruht 







Donnerstag, 11. Juli 2024

Sonnensucher/ Hitzacker


Die Reise zu einem Ort voller

Lebendigkeit führte an stark befahrenen

Straßen entlang staubige holprige Feldwege

durch einen unendlichen Wald

Liebliche Landschaften Weite soweit

das Auge reicht Lerchengesang Grillenkonzert

Übernachten im Bauwagen mit Plumsklo

und Außenwasserhahn Wasser pumpen 

Windradgeflüster Mondlaterne hartes Kissen

steifer Nacken beim Porrigde Frühstück

Spüren wie das Land immer dünner besiedelt ist

Verschwitztes ankommen im Tinyhousedorf

In der lieblichen Altstadt mit Kopfsteinpflaster

Stockrosen in allen rot Schattierungen vor den

historischen Gemäuern mit den bunten Holztüren 

und Fenstern

Die Zeit scheint hier stehen geblieben

no rush die Menschen so authentisch individuell

entspannt treffen viele Alternative Künstler anders

Lebende und Denkende Sonnensucher

Die kleine Altstadt lädt zum verweilen

und runter kommen ein

Nächtliches Froschkonzert und Gänseschreie

Der Regen prasselt auf das Zeltdach gepisakt

von Mückenschwärmen Rettung Lavendelöl

sprühen sprühen sprühen

Nach ein paar Stunden Schlaf beim Frühstück

draußen besuch von unzähligen Schmetterlingen

und einen Haustier Admiral er sitzt lange

bei und auf uns

Auch am Elbstrand ein unglaublicher Schmetterlingstanz

und Schwalbengezirpe

Es fällt schwer die Sachen zu packen und sich

wieder aufs Rad zu setzen

Viel zu kurz war die Zeit und doch auch viel

länger